23.08.2021

Endlich wieder Fußball

Während die Profis aus der ersten und zweiten Bundesliga und den Regionalligen schon längst wieder Fußball spielen und um Punkte kämpfen, mussten sich die Lokalmatadore aus den Ligen darunter noch etwas gedulden. Bis zum vergangenen Wochenende. Bei größtenteils bestem Wetter durfte endlich wieder mitgefiebert werden. Staige.tv ist live dabei: Über 500 Vereine von der Kreis- bis zur Regionalliga.

Die lange Pause und den Saisonstart haben wir zum Anlass genommen, um mit Menschen zu sprechen, die den Sport wirklich lieben und dafür leben: Dominik Enz, Stürmer bei den Sportfreunden Niederwenigern und Meik Bodden, Trainer der 1. Mannschaft beim TuS Fichte Lintfort.

Meik Bodden, 33, Trainer

TuS Fichte Lintfort, Landesliga Niederrhein Gruppe 2

Spieltag 1: VfR Fischeln 3 – 2 TuS Fichte Lintfort
Spieltag 2: TuS Fichte Lintfort - SV Hönnepel-Niedermörmter

Hallo Meik, worauf freust du dich am meisten mit Blick auf die kommende Saison?
Vier von vier Pflichtspielen haben wir bereits im Kreispokal gewonnen, wodurch wir letzten Samstag Kreispokalsieger geworden sind. Da hatten wir letzten Sonntag schon das ganze Knistern, die ganze Vorfreude und Angespanntheit im Finale. Wir freuen uns demzufolge am meisten darauf, dass der Wettkampf zurückkommt, dass endlich wieder Normalität herrscht und die Vorfreude, dass es um Punkte geht. Was Zuschauer angeht, müssen wir mal schauen, was so kommt und wer sich unsere Spiele in der aktuellen Zeit anschauen möchte. Aber besonders freue ich mich wieder auf Leidenschaft, Mut, Wille, Aggressivität und natürlich auf die Gegner und den Wettkampf.

Was hat sich während der Pandemie geändert bei euch im Verein?
Mein letztes Spiel war noch als aktiver Spieler im März 2020 bevor ich in die Vorbereitung gegangen bin, um als Trainer einzusteigen. Im Verein und für mich persönlich hat sich mitunter dadurch natürlich vieles geändert. Neuer Trainer, neuer Co-Trainer und wir haben 9 Neuzugänge. Zudem haben wir einen ganz neuen Ansatz entwickelt – unsere ersten Herrenmannschaften und die A-Jugend werden zukünftig eine Einheit sein, welche dieselbe Sprache spricht und denselben Fußball spielt. Die Kommunikation innerhalb des Vereines wurde verbessert und es ist geplant, dass die Mannschaften mehr miteinander unternehmen abseits vom Platz. Darüber hinaus brauchen wir eine bessere Außendarstellung und mehr Ruhe im Verein. Um diese Ziele zu erreichen haben wir einen Koordinator eingestellt, der – wenn man so will – als sportlicher Leiter für alle Mannschaften fungiert. Diese Veränderungen haben auch schon Früchte getragen: Wie bereits erwähnt haben wir den Kreispokal gewonnen, was für uns ein riesiger Erfolg war.

Was sind eure Ziele für die neue Saison?
Unsere Ziele für die kommende Saison drehen sich komplett um den Klassenerhalt. Wir haben viel Demut und wissen, dass wir nur dank Corona noch in der Landesliga sind. Wir spielen nur das, was wir können und versuchen keine Experimente. Dabei werden wir auf unsere Stärken setzen und haben bevorzugte Spielsysteme analysiert, welche wir so auf den Platz bringen wollen.

Danke für das Gespräch und alles Gute!

Dominik Enz, 26, Spieler

Sportfreunde Niederwenigern, Oberliga Niederrhein

Spieltag 1: Sportfreunde Niederwenigern 4 - 4 DJK Teutonia St Tönis
Spieltag 2: TuRu Düsseldorf – Sportfreunde Niederwenigern

Hey Dominik, worauf freust du dich am meisten beim Blick auf die kommende Saison?
Ganz ehrlich? Es geht endlich wieder um etwas! Endlich geht’s wieder um Punkte und darum, sich in einem Wettbewerb gegen andere Mannschaften durchzusetzen. Man wird von Beginn an spüren, wofür man jetzt 11/12 Wochen während der Vorbereitung hart gearbeitet hat. Dazu kommt das Feeling am Platz. Der Verein, das Dorf, alle sind heiß und haben lange genug gewartet. Das wird geil! Dass Zuschauer, die es vielleicht mal nicht zum Platz schaffen, ab dieser Saison unsere Heimspiele in der Oberliga durch Staige auch noch live mitverfolgen können, freut mich insbesondere.

Was hat sich durch die Pandemie geändert bei dir im Verein?
Viel verändert hat sich durch Corona eigentlich nicht. Der Verein ist nach wie vor ein komplett zusammengeschweißter Haufen und arbeitet immer wieder an neuen Projekten, wie dem neuen Kunstrasen im letzten oder der neuen Geschäftsstelle in diesem Jahr. Das freut auch mich als Spieler sehr. Der Zusammenhalt ist beeindruckend und es ist wirklich egal in welcher Abteilung oder Mannschaft man für den Verein aktiv ist. Man kennt sich und unterstützt sich gegenseitig.

Was sind eure Ziele für die neue Saison?
Primär natürlich der Ligaverbleib. Im ersten Schritt heißt das für jede Mannschaft in diesem Jahr Platz 11 nach der Hinrunde. Ist zwar sehr ambitioniert, aber darauf sollte es zunächst einmal ankommen. Erreichen können wir das nur, wenn alle gemeinsam dafür arbeiten, mehr und mehr konkurrenzfähig zu werden. Wenn man ehrlich ist, haben wir zweimal in Folge von einem Saisonabbruch profitiert. Wir wollen sportlich mithalten können und uns weiter etablieren. Ich bin sehr guter Dinge, dass das in diesem Jahr der Fall sein wird.

Danke für das Interview und viel Erfolg!